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Über alle Höhen
Geschrieben am Sonntag, 26.September. @ 22:24:20 CEST von Dirk
 
  Auf Berge fahren Viele Leser haben (auch) ein Mountainbike bereitstehen. Ihnen rät Egon "Itschi" Zoller zu einer dreitägigen Tour über die Höhen links und rechts des Wiesentals. Hier sein Fahrbericht. (Ein Bericht aus der Velopost 2-2004 der IG Velo)


Auf den Schwarzwaldhöhen

Der ersteTag

An einem Freitagabend starten wir - Manfred, Peter und Itschi - in Schopfheim unsere Mountainbike-Tour: Auf den Höhen des südlichen Schwarzwaldes, rund um das Wiesental, werden wir über die Berge Hohe Möhr, Blößling, Feldberg, Belchen und den Blauen fahren.

Auf dem Radweg fahren wir bis Fahrnau und nehmen dann den leicht ansteigenden Wanderweg (blaue Route) nach Scheuermatt. Hier folgen wir der steilen Straße (K6339) bis zur Gaststätte Waldhaus in Schweigmatt. Es geht weiter auf dem Zufahrtsweg hinauf zur Hohen Möhr. Dort gönnen wir uns nach dem schweren Anstieg eine Rast. Vom Turm aus kann man die herrliche Aussicht über das 600 Meter tiefer gelegene Wehra- und Wiesental und die im Hintergrund aufsteigenden Berge des Juras und der Alpen genießen.

Von der Hohen Möhr fahren wir den Westweg (rote Raute) zunächst in Serpentinen bergab, dann folgen zwei schwere Anstiege bis zum Gerspacher Hörnli. Bis zum Weißenbachsattel ist der Weg ohne größere Probleme zu bewältigen. Dort angekommen, wollen wir im Hochkopfhaus übernachten. Leider hat es geschlossen. Wir fahren weiter auf der Straße (K6304) nach Herrenschwand und übernachten in der Pension Edelweiß. Nach 1100 Höhenmetern und 30 Kilometern Strecke sind Dusche und Abendessen verdient - und auch zwei Tannenzäple auf dem Dorffest.

Der zweiteTag

Nach dem Frühstück fahren wir die Straße wieder zurück zum Weissenbachsattel, wo wir der L151 in Richtung Präg knapp einen Kilometer folgen, um dann rechts auf einen Wanderweg (roter Kreis) einzuschwenken. Der Weg führt an der nördlichen Flanke des Hochkopfes leicht steigend an und trifft sich mit dem Westweg, bevor der steile Anstieg zum Blößling folgt.

Nach anstrengendem Aufstieg - wir müssen zum Teil schieben - werden wir mit einer schönen Aussicht belohnt. Danach geht es steil in Serpentinen zur Wacht hinunter. Hier überqueren wir die Straße (L149). Auf dem Westweg folgen wir dem steilen Anstieg bis zum Leistungszentrum Herzogenhorn. Dort radeln wir bequem weiter auf der Straße bis zum Feldbergpass.

Am Feldbergerhof vorbei, erreichen wir auf dem Schwarzwald-Radweg die Todnauerhütte und stärken uns mit Schinkennudeln und Apfelsaftschorle. Gut erholt geht es weiter auf dem Schwarzwald-Radweg, der mit mehreren steilen Anstiegen und Abfahrten über Todnauberg nach Muggen-brunn führt. Gleich nach dem Ort steigt der Weg wieder stärker an. Die Temperatur erreicht mittlerweile 45 Grad (Juli 2003). Wir erfrischen uns zuvor an einem typischen Schwarzwaldbrunnen und wissen oben nicht, ob wir vom Wasser oder vom Schwitzen nass sind.

Der Radweg trifft bei Wieden-Hüttenbach auf die Straße (L123) und folgt ihr steigend bis zum Wiedener Eck. Nach einer Rast, bei der wir uns ein Eis auf der Zunge zergehen lassen, geht es weiter auf dem Radweg bergan der Straße (K6431) bis zum Lückle. Hier fahren wir links, Richtung Multen, den Radweg bergab. Dort wo der Radweg wieder auf die Straße (K6431) trifft, verlassen wir ihn und folgen der alten Straße auf den Belchengipfel. An der Gondelstation halten wir uns links und gelangen so auf einen Wanderweg, der uns in leichten Anstiegen und Abfahrten zum Böllener Eck führt.

Wir radeln bergab in Richtung Belchenhöfe und folgen dem rechts abbiegenden Wanderweg (rotes Rechteck), der leicht ansteigend an der Südflanke des Belchens entlang führt. In der Nähe der Quellen der kleinen Wiese müssen wir unsere Räder auf einer Länge von circa 200 Meter schultern. Danach geht es auf einem Forstweg bis zur Richtstatt weiter. Dort treffen wir dann auf den Westweg (rote Raute) und folgen ihm bis zum Haldenhof. Wir fahren weiter auf der Straße (L131) bergauf bis zum Kreuzweg. Wieder treffen wir auf den Westweg und folgen ihm bis zur Stühle. Dann nehmen wir den Marzeller Weg über den Meierskopf zum Lipple, wo es nur noch einen Katzensprung bis zum Wanderheim Stockmatt ist.

Hier, nach 74 Kilometern und 2150 Höhenmetern, übernachten wir in einer angenehmen Atmosphäre mitten im stillen Wald. Nach einer erfrischenden Dusche, lassen wir es uns auf der Terrasse gut gehen und trinken bis spät in die Nacht Weizenbier mit viel Vitamin B gegen die Schmerzen.

Der dritte Tag

In den ersten warmen Sonnenstrahlen kräftigen wir uns bei einem Frühstück. Wir fahren zurück zum Lipple und nehmen den Wanderweg (rotes und gelbes Rechteck). Er steigt zum Müllheimer Egerten leicht an. Nun radeln wir auf dem Wanderweg (H in rotem Quadrat) an der nördlichen Flanke des Blauens, bis wir auf die Straße zum Gipfel des Blauen treffen und ihr folgen. So früh am Morgen sind wir auf dem Gipfel fast allein. Auch hier haben wir einen wunderschönen Ausblick: Westlich erstrecken sich die Vogesen und das Rheintal, östlich der Belchen und südlich der Jura und die Alpen. Nach kurzer Rast geht es auf dem Westweg weiter. Er ist hier nur ein kleiner Wanderpfad, der sehr steil bis zum Hexenplatz nach unten führt. Wir verlassen ihn hier und folgen dem Wanderzeichen (rotes und gelbes Rechteck), bis wir wieder auf den Schwarzwald-Radweg stoßen, der uns ins Dorf Marzell führt.

Nachdem wir die Straße (K6350) überquert haben, beginnt unser letzter, steiler und langer Anstieg in Richtung Kaltenbach. Kurz nach dem Ortseingang biegen wir rechts ab und folgen dem Wanderzeichen (rotes und gelbes Rechteck) bis an eine Kreuzung. Von hier nehmen wir den Wanderweg (gelbes Rechteck) bis zum Gleichen. Nach kurzer Rast radeln wir den Wanderweg (blaue Raute) entlang, der uns über den Federlisberg zur Stühle führt. Dort fahren wir auf dem Wanderweg (roter Kreis) zur Rehhütte weiter. Links abbiegend führt uns der Weg (blauer Kreis) bis zum Zickzackweg, der uns in steiler Abfahrt zur Scheideck bringt. Noch ein kleiner steiler Anstieg in Richtung Nasse Küche, dann folgen wir dem Wanderweg (blaue Raute) bis nach Hägelberg - und nehmen den Weg (R1) nach Steinen. Wir trennen uns in Steinen, nach 40 Kilometern und 830 Höhenmetern. Manfred und Peter folgen dem Wiesental-Radweg zurück nach Schopfheim. Ich radle weiter nach Lörrach.

Gesamte Strecke: 155 km
Gesamte Höhenmeter: 3900 m
Reine Fahrzeit: 14 Stunden
Zeit unterwegs: 21 Stunden

Karten

  1. Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Freizeitkarte 508, Lörrach (Belchen), 1:50000
  2. Atlasco, Wanderkarte #220, Schwarzwald, Lörrach-Schopfheim, 1:30000
  3. Atlasco, Wanderkarte #222, Badenweiler und Umgebung, 1:30000
 

 

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